Was kann das Tool
- Befragung in 8 Abschnitten zu Informationsfluss, Einfluss, Vertrauen, Energie, Kooperation und Multiplikatoren-Rolle
- Mittelwerte je Frage aus den eigenen Antworten der Teilnehmenden – keine Auswertung einzelner Personen
- Verteilungen über Rollenkategorien: an welche Rollen sich Mitarbeitende bei fachlichen Fragen, Entscheidungen und Kritik wenden
- Gruppenvergleiche nach Bereich, Standort und Demografie – ab der eingestellten Mindestgruppengröße
- Netzwerkdarstellung als errechnetes Modell der Beziehungsmuster, ergänzt um Freitextthemen
Für wen geeignet
- Organisationen vor Reorganisationen, Fusionen oder Abteilungszusammenlegungen
- OE-Berater:innen als Bestandsaufnahme vor einer Struktur- oder Kulturintervention
- Führungskreise, die wissen wollen, wie unterschiedlich Zusammenarbeit in den Bereichen erlebt wird
Stärken
- Anonym und rollenbasiert – niemand muss Kolleg:innen benennen, das senkt die Hemmschwelle deutlich
- Zeigt belastbar, wo Informationsfluss und Vertrauen zwischen Bereichen auseinanderfallen
- Befragungsbasiert statt Metadaten-Mining – kein E-Mail- oder Kalender-Scanning nötig
- Gut in Workshops diskutierbar: Bereichsvergleiche sind unmittelbar anschlussfähig für die Arbeit am Thema
Grenzen – was es nicht kann
- Die Ergebnisse sind Selbstauskunft zu einem Zeitpunkt – eine Momentaufnahme, veränderlich besonders in volatilen Phasen
- Aussagekraft hängt an der Rücklaufquote; Auswertungen erscheinen erst ab der eingestellten Mindestgruppengröße
- Das Verfahren zeigt NICHT, wer mit wem tatsächlich zusammenarbeitet: Es werden keine Namen erhoben, also gibt es keine Landkarte echter Kontakte. Die Netzwerkdarstellung ist ein aus den Antworten errechnetes Modell der Beziehungsmuster – Aussagen über einzelne Personen lassen sich daraus nicht ableiten
- Ebenso nicht zeigbar: Personen, von denen viele fachlich abhängen. Dafür müsste jemand angeben, von wem er abhängt – genau das fragt die anonyme Erhebung nicht
- Netzwerkrollenbegriffe (Central Connector, Broker, Energizer, Peripheral Expert) sind Beschreibungskategorien, keine Persönlichkeitsdiagnose der jeweiligen Person
Wissenschaftliche Fundierung
Die inhaltliche Anlage der Befragung orientiert sich an der Organisationsnetzwerk-Forschung von Rob Cross, insbesondere bei den Fragen zu Energie und Multiplikatoren-Rolle (Energizer und De-Energizer). Die Erhebung ist in 8 thematische Abschnitte (A–H, H optional) gegliedert und arbeitet durchgängig anonym auf Rollen- und Funktionsebene. Eine soziometrische Erhebung im Sinn Morenos, bei der Teilnehmende einander namentlich benennen, ist damit ausdrücklich nicht verbunden – eine Betriebsart mit Nominierungen ist in Vorbereitung. Detailliertes Methodenblatt auf Anfrage.
- Cross, R. & Parker, A.: The Hidden Power of Social Networks
- Cross, R.: Beyond Collaboration Overload
Auswertung im Tool


Netzwerkdarstellung – errechnetes Modell der Beziehungsmuster
Eine KI-gestützte Interpretation (Anthropic Claude, mit Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO) ist für dieses Modul je Mandat zuschaltbar und standardmäßig ausgeschaltet. Sie stützt sich ausschließlich auf die erhobenen Skalenwerte je Abschnitt; die modellierten Netzwerkkennzahlen werden nicht an das Sprachmodell übermittelt. Aussagen über einzelne Personen entstehen dabei nicht.